12. Juni.2012
Energiedienst Netze informierte die nachgelagerten Netzbetreiber
- Energiewende und Versorgungssicherheit waren Themen einer Informationsveranstaltung für Weiterverteiler
Ende April führte die Energiedienst Netze GmbH eine Informationsveranstaltung zum Thema Systemsicherheit für die nachgelagerten Netzbetreiber durch. Die Veranstaltung wurde von den Weiterverteilern rege in Anspruch genommen, denn fast alle der Energiedienst Netze GmbH nachgelagerten Netz-betreiber waren zur Veran-staltung nach Rheinfelden gereist.
Hintergrund dieser Veranstaltung ist der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Netzproblematiken wie zum Beispiel die Spannungshaltung oder das Erreichen der Strombelastbarkeit von Leitungen, die in der Zukunft daraus entstehen können.
Damit die Netzbetreiber auf ein solches Problem reagieren können, hat der Gesetzgeber durch die EnWG Novelle 2011 die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen und somit die Netzbetreiber in die Verpflichtung genommen.
Die Veranstaltung wurde mit den Vorträgen von Herrn Werner Hochadel (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden Württemberg) und der TransnetBW GmbH unterstützt, die die Problematik aus der Sichtweise des Landes Baden Württemberg und als Übertragungsnetzbetreiber erläuterten.
Der Bereich Netze informierte die nachgelagerten Netzbetreiber über die Gesetzesänderungen und die damit verbundenen Neuerungen und Verpflichtungen sowie die Vorgehensweise der Energiedienst Netze GmbH bei einem solchen Szenarium.
Grundsätzlich wird bei den einzutretenden Szenarien zwischen Spannungs- und Leistungsproblemen unterschieden. Von Leistungsproblemen wird gesprochen, wenn in der gesamten Regelzone der TransnetBW eine Über- oder Unterproduktion an elektrischer Energie entsteht und diese mit den üblichen Mitteln nicht mehr ausgeregelt werden kann. Spannungsprobleme beziehen sich hingegen auf einzelne oder mehrere Teilnetze in denen das Problem auftaucht. Somit muss je nach Szenario eine rollierende Lastabschaltung oder eine Einspeisereduzierung als letzte Maßnahme durchgeführt werden, um einen drohenden Netzzusammenbruch zu verhindern. Zuvor werden jedoch alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen eingesetzt, um das Problem durch marktbezogene und/oder netztechnische Maßnahmen zu beheben.

